Schon bei der Ankunft in Bischkek liegt eine gespannte Vorfreude auf diese Reise in der Luft. Die weite Ebene des Tals, eingerahmt von den schneebedeckten Gipfeln des Tianshan-Gebirges, empfängt mich mit einer klaren, trockenen Brise. Die Hauptstadt zeigt sich lebendig und kontrastreich. Breite Alleen, alte sowjetische Bauten und dazwischen farbenfrohe Basare, auf denen der Duft von frischem Brot und Gewürzen hängt. Alles wirkt bunt und pulsierend. Die Temperaturen sind herrlich warm jetzt im Juni.
Issyk-Kul-See – Natur, Kultur und Nomadenspiele
Am türkisblauen Issyk-Kul-See spüre ich die Freiheit und Weite Kirgistans. Die Sonne glitzert auf der Wasseroberfläche, die Berge spiegeln sich darin, und für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Am Ufer des Sees erleben wir ein besonderes Highlight: die Nomadenspiele. Pferde rasen über die Steppe, Reiter zeigen ihr Können, Trommeln hallen durch die Luft. Die Energie, die Farben und die Dynamik dieses traditionellen Spektakels lassen die Kultur Kirgistans lebendig werden – ein unvergesslicher Moment inmitten der Natur.
Beim Besuch des Kulturkomplexes Ruh-Ordo wird Kirgistans Seele spürbar: Spiritualität, Musik und Geschichte vereinen sich in einer einzigartigen Atmosphäre.
Südliches Kirgistan – Osch, Dschalal-Abad und Maili-Suu
Ein Charterflug bringt uns in den Süden des Landes. Die Landschaft verändert sich: fruchtbare Täler, enge Schluchten und Berge, die näher rücken. In Dschalal-Abad spürt jeder Reisende sofort das authentische Leben des ländlichen Kirgistans.
Die ehemals geheime Stadt Maili-Suu entführt uns in die Vergangenheit. Hier, wo einst Uran abgebaut wurde, erzählen alte Industrieanlagen und ein kleines Museum von einer blühenden, lange verborgenen Geschichte. Später führt uns die Reise nach Arkyt – durch enge Täler, vorbei an Flüssen und Walnusswäldern – und wir übernachten in einem einfachen Gästehaus. Es duftet nach Tee und frisch gebackenem Brot – kirgisische Gastfreundschaft in ihrer reinsten Form.
Biosphärenreservat Sary-Tschelek – Natur pur
Mit Jeeps geht es in das Biosphärenreservat Sary-Tschelek. Dichte Walnusswälder, leuchtend grüne Wiesen und kristallklare Seen säumen den Weg. Am Ufer des Sary-Tschelek-Sees machen wir Halt. Das Wasser ist so klar, dass sich die Berge darin wie in einem Spiegel zeigen.
Auf dem Weg zur Tschitschkan-Schlucht halten wir immer wieder für Fotostopps – jeder Blick aus dem Fenster ist ein Postkartenmotiv. Am Abend erreichen wir unsere Unterkunft inmitten der Berge. Es ist friedlich, fast magisch – und inzwischen spürbar kalt.
Nomadenleben hautnah
Auf der Rückfahrt nach Bischkek begegnen wir einer Nomadenfamilie auf ihrer Sommerweide. Hunderte von Pferden begleiten sie, Stutenmilch wird angeboten, und wir tauchen tief in den Alltag dieser Menschen ein. Die Verbindung von Tradition, Natur und Gastfreundschaft spüren wir hier besonders.
Abschied und Erinnerung
Am Ende der Reise bleibt die Erinnerung an weite Landschaften, schneebedeckte Gipfel, türkisfarbene Seen, lebendige Städte und die Offenheit der Menschen. Die Nomadenspiele am Issyk-Kul-See, Begegnungen mit den Einheimischen und die unberührte Natur prägen diese Reise. Kirgistan bleibt – in Bildern, in Gesprächen und im Herzen.
Wollt auch Ihr dieses Land an der Seidenstrasse bereisen, dann meldet Euch gerne jederzeit bei Dir. Es ist atemberaubend schön.
Eure Myriam









